Geschichte

Das Landarbeiterhaus Kleinmachnow ist eines der ältesten noch erhaltenen Gebäude des Ortes. Es wurde in den Jahren 1903 und 1904 für vier Familien geplant und gebaut.

 

 

Im Gemeindearchiv Kleinmachnow wird der Original-Bauantrag aufbewahrt:

25. September 1903: „Wir beabsichtigen an der Schäferei ein Vierfamilienhaus mit Stall, Abort und Waschküche zu erbauen. Unter in duplo Beifügung der Zeichnung und der statischen Berechnung ersuchen wir um gefällige Erteilung der Bauerlaubnis.  Gez. Hake

Dem Bauantrag lag eine genaue Zeichnung mit Ansichten, Grundrissen und
einem Profil (Längs und Quer) bei.

Gegen den Bau bestanden „in baupolizeilicher Hinsicht“ keine Einwendungen. Die Alleebäume waren während der Bauzeit zu schützen.


In den 30er Jahren hatte kurzzeitig die Gemeindeverwaltung ihren Sitz im Haus. Das merkt man noch an den Fenstergittern vor dem Raum, der damals genutzt wurde. Bürgermeister Heinrich Funke hatte hier sein Büro. Die Gemeindekasse stand hier, aber auch der Dorfpolizist hat hier gearbeitet.

1933 stellte Julie von Zimmermann, Besitzerin des Rittergutes, wieder einen Bauantrag. Die von der Gemeinde genutzen Räume sollten wieder in Wohnungen zurückgebaut und im Hof ein kleiner Schuppen errichtet werden.

Quelle: Gemeindearchiv Kleinmachnow

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Haus weiter als Wohnhaus genutzt. 1946 zog Gärtner Josef Schöwel ein. Die Familie hat nach und nach alle Zimmer im Haus übernommen. Gärtner Schöwel hat bis 2006 dort gewohnt. Hier erzählt er davon: